Ge­sund­heit & Zu­frie­den­heit

Gesundheit & Zufriedenheit

„Die Gestaltung guter digitaler Arbeit kann weder an ein zentrales betriebliches Gesundheitsmanagement noch an Führungskräfte delegiert werden.“

„Die Gestaltung guter digitaler Arbeit kann weder an ein zentrales betriebliches Gesundheitsmanagement noch an Führungskräfte delegiert werden.“

Eine gesundheitsförderliche Kultur mit hohem Durchdringungsgrad gestalten

Gute digitale Arbeit gestalten, heißt vor allem auch, gesunde, humane Arbeit zu gestalten. Wünschenswert wäre es, ein Verständnis von gesunder Arbeit zu etablieren, das über bestehende gesetzliche und tarifliche Regelungen hinaus geht und eine innerbetriebliche Kultur geteilter Verantwortung Aller im Unternehmen für Gesundheitsförderung und Prävention verankert. Ein Verständnis, das Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheit betrachtet, sondern als einen Zustand, in dem wir unsere Fähigkeiten voll ausschöpfen können – ein ganzes Berufsleben lang.

Mitarbeiter beim Aufbau eigener Gesundheitskompetenzen unterstützen

Als zentrale Koordinierungsstelle ist insbesondere das betriebliche Gesundheitsmanagement gefragt. Es muss individuell für jede Organisation und unterschiedliche Zielgruppen ermitteln, welche konkreten Bedarfe es gibt, entsprechende Aktivitäten und Maßnahmen planen und durchführen – unter Einbeziehung aktueller Studien sowie wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zentral geht es darum, den Beschäftigten Kompetenzen zu vermitteln, durch die Digitalisierung erlebte Belastungen langfristig bewältigen zu können.

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Sensibilisierung für Techno-Stress

Hierzu zählen insbesondere die Aspekte von Techno-Stress. Unsere moderne Welt ist voller Reize, die unser sympathisches Nervensystem in ständiger Aktivität halten. Wir befinden uns in einem permanenten Stresszustand, der durch die rasant fortschreitende Digitalisierung verschärft wird. Stressoren eines modernen Arbeitslebens sind etwa die Zunahme von Arbeitsintensität bzw. Arbeitsverdichtung, Informationsflut und Komplexität der Aufgaben (Techno-overload), Worklife-Blending sowie die räumliche und zeitliche Entgrenzung (Techno-invasion). Viele strapaziert auch die Anforderung, mit den ständigen technischen Änderungen Schritt halten zu müssen (Techno-insecurity, Techno-invasion, Techno-complexity).

Beispiel Telearbeit – Potenziale nutzen, Risiken auffangen

Gerade am Beispiel Telearbeit zeigt sich, dass sich Organisationen sowohl negativen wie auch positiven Aspekten und höchst individuellen Mitarbeiter-Bedürfnissen gegenüber sehen:

Auf der einen Seite etwa stehen kürzere Arbeitswege, größere Autonomie bezüglich der Arbeitszeit, mehr Flexibilität bei der Organisation privater Angelegenheiten, das effiziente Nutzen produktiver Phasen sowie eine größere Motivation und Arbeitszufriedenheit.Auf der anderen Seite stehen Risiken für Gesundheit und Zufriedenheit durch Work-Life-Blending wie Nicht-Abschalten-Können von der Arbeit, Gefahr der unkontrollierten Selbstausbeutung, schlechterer Kontakt mit Kollegen und eine schlechtere Leistungswahrnehmung durch die Führungskraft.

Es gilt, durch eine faire Gestaltung der Rahmenbedingungen die Potenziale der Telearbeit zu nutzen und die Risiken für alle Beteiligten aufzufangen.

Gesundes Führen und psychologisches Empowerment

Dafür müssen die Mitarbeiter selbst verstärkt in die Verantwortung genommen und für die Auswirkungen der Digitalisierung sensibilisiert werden. Psychologisches Empowerment leistet einen wichtigen Beitrag zu gesundheitsförderlichem Verhalten und sollte Teil der Führungskultur und Personalentwicklungsstrategie sein. Themen wie Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Zeit- und Selbstmanagement, Ernährung, Bewegung oder Erholung stehen hier im Mittelpunkt.Wichtigster Faktor für gesunde Mitarbeiter sind jedoch die Führungskräfte. Sie sollten ihren Auftrag „Gesundes Führen“ – auch im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht – kennen, mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet werden, aber auch um die Grenzen ihrer Verantwortung wissen.

Do-it-yourself – „Digi“ praktisch & konkret

Gute digitale Arbeit: Wo stehen Sie in Sachen „Gesundheit und Zufriedenheit“ im Rahmen guter digitaler Arbeit? – Eine Standortbestimmung können Sie ganz einfach über den Fragenkatalog im „Instrumentenmanual“ vornehmen. Handlungsempfehlungen für diesen Bereich haben wir Ihnen ebenfalls als Download zusammengefasst.

Instrumentenmanual

Instrumentenmanual

zu Gesundheit & Zufriedenheit

(Download PDF)

Handlungsempfehlung

Handlungsempfehlung

zu Gesundheit & Zufriedenheit

(Download PDF)

Veröffentlichungen / Download

 

Instrumentenmanual

 

 

 

 

 

Handlungs- empfehlungen

 

 

 

Betriebsratsarbeit

 

 

 

Qualifizierungsformate

 

 

Das Projekt „Gute digitale Arbeit in Finanzdienstleistungen und Versicherungen gestalten“ wird im Rahmen des Programms „Fachkräfte sichern, weiterbilden und Gleichstellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.